Wege in die Ausbildung

Die Theeltalschule erkundet Lebacher Betriebe
Rund 100 Betriebe und Schulen beteiligen sich an der Aktion „Der Weg in die Ausbildung“. Sie findet am 26. und 27 September 2007 in allen Teilen des Saarlandes statt. Ziel ist es, mit praktischen Beispielen die Schüler(innen) noch besser auf Berufswahl und Ausbildung vorzubereiten. Landesregierung, Arbeitsagentur und viele regionale Partner stehen hinter der Aktion, die im Saarland eine Premiere ist.
Mehr als zehn Betriebe werden von den Schülerinnen und Schülern der Klassen 8H, 9H,M und 10 besucht. Die Bandbreite reicht vom KFZ-Handwerk bis zur Bundeswehr.
Die Schülergruppen dokumentieren die Besuche mit Texten und Fotos...

Im Folgenden finden sich Berichte zum Besuch bei:
Brillen Mahl, Lebach
Optik Schekirka, Lebach
Optikland, Lebach
Kraftfahrzeugverband, Saarbrücken

Bei den Lebacher Optikern

Alexander wird genau vermessen

Bei Brillen Mahl
Bei unserem Besuch bei Brillen Mahl haben wir viel über den Beruf des Optikers erfahren. Wir wurden freundlich empfangen und ein Optikermeister weihte uns in die Feinheiten des Berufes ein. Dieser zählt zu dem Handwerksberufen.
Der neu eingerichtete Laden von Brillen Mahl ist in drei verschiedene Arbeitsbereiche eingeteilt. Er besteht aus einem großzügigen Kundenbereich, einer Werkstatt und einem kleinen Raum zur Vermessung der Augen. Dort werden auch die Sehtests durchgeführt. In der Werkstatt stehen zwei wichtige Geräte,
1. ein Scheitelbrechwertmesser und 2. ein Zentriergerät.
Zu Beginn der Besichtigung wurden wir in die Werkstatt geführt. Dort sahen wir, wie ein Brillenglas in noch unbearbeitetem Zustand zu einem passgenauen geformt wurde.

Seht ihr, an dieser Stelle...

Als erstes wird ein Scheitelbrechwertmesser gebraucht, der bei dem unbearbeiteten Glas den optischen Mittelpunkt über der Pupille ermittelt. Anschließend wird auf das Glas ein sogenannter "Blocker" gesetzt, der dieses im Schleifautomaten fixiert. Dort wird das Glas auf die passende Gestellgröße geschliffen. Dieser Schleifstein besteht aus Diamanten. Durch das Schleifen ist das Glas an den Rändern noch sehr scharfkantig, deswegen wird es entgratet. Dies bedeutet, dass man die noch scharfen Kanten mit einer kleinen Schleifmaschine von Hand nachbessert. Nach diesem Vorgang wird geprüft, ob das Glas in das Brillengestell passt. Ist dies erledigt wird die Brille gerichtet und die Schrauben nachgezogen und mit einem speziellen Schraubenkleber fixiert.
Bei der Brille ohne Rahmen wird das Glas mit Stiften anstatt Schrauben befestigt. Für den Stifteinsatz werden die Brillengläser gebohrt, deshalb nennt man diese Brillen Bohrbrillen. Um diese aufwändige Arbeit zu verrichten benötigt man sehr viel Ruhe und Geduld.
Aber nicht nur die richtige Glasanfertigung gehört zu den Tätigkeiten des Optikers, sondern auch die intensive Beratung der Kunden.
Bei dem Kauf einer neuen Brille wird zuerst mit dem Hornhautmikroskop der aktuelle Zustand der Augen ermittelt. Da dieses Gerät nicht sehr genau ist, wird häufig die Messbrille zum Einsatz gebracht.

Lena sieht alles oder?

Im zweiten Teil der Besichtigung führte Frau Mahl mit uns den obligatorischen Sehtest für den Erwerb des Führerscheins durch. Immerhin konnten zwei von uns die Bescheinigung über das richtige Funktionieren der Augen mit nach Hause nehmen…
(SchülerInnen aus den Klassen 10d und 10f)

So viele Brillen...

Besuch im "Optikland"
Wir besichtigen mit Herrn M. den Betrieb "Optikland" in Lebach. Der Geschäftsleiter Herr Formella zeigt uns anhand von Herrn M., wie man die Sehkraft bei Menschen feststellt. Bei der Uni-versalmessbrille kann man kleine geschliffene Glasscheiben, die sogenannten Messgläser, vor die Augen schieben. Dadurch verändert sich die Stärke der Universalbrille. Als Herr M. sagt, dass er nun scharf und klar sieht, liest Herr Formella die Stärke ab, die Herr M. braucht. Da Kunststoff teuerer ist als Glas und andere Eigenschaften besitzt, muss der Kunde selbst entscheiden, welches Material ihm lieber ist. Wenn man sowohl eine normale Brille als auch eine Lesebrille braucht, dann kann man Gleitsichtgläser kaufen. Die untere Hälfte des Glases ist dann zum Lesen und die obere zum Weitgucken.
Der Kunde sucht sich jetzt das passende Gestell aus. Er achtet auf die Farbe, die Form, ob sie gut sitzt und ihm gefällt. Außerdem schaut er noch, ob die Brille zu seinem Beruf und zu seinem Typ passt. Die Beratung ist wichtig, um herauszufinden, welche Brille ihm am besten steht. Herr Formella zeigt Herrn M. ein paar Modelle. die in Frage kommen. Männer nehmen ihre Frauen gerne zum Beraten mit.

Es tut gar nicht weh...


Der Betrieb bestellt anschließend die Gläser, die man später bearbeiten muss. Nach ca. einer Woche kommen die Gläser bei Optikland an. Herr Formella erklärt uns die Maschinen, die man für die Be-arbeitung der Gläser braucht. Sie werden mit Hilfe von drei nacheinander einzusetzenden Geräten weiter verarbeitet: Abtaster, eng. Formtracer, Aufblockgerät, Schleifautomat. Eine Angestellte baut alle Einzelteile der Brille zusammen. Die Brille besteht aus zwei Bügeln, dem Steg (das Teil, das auf die Nase kommt), zwei Gläsern und vielen Schrauben. Wenn die Brille fertig ist, ruft der Betrieb den Kunden an. Die Brille wird dann an den Kopf des Kunden angepasst, damit sie ganz gerade auf der Nase sitzt. Zur Brille bekommt man noch ein cooles Etui.
Manche Leute tragen lieber Kontaktlinsen als eine Brille, weil sie sich schämen oder weil sie sich im Beruf besser eignen. Brillen gibt es - so erfahren wir - seit 500 Jahren, Kontaktlinsen aber erst seit 30 Jahren. Der Linsenmarkt hat gegenüber den Brillenmarkt inzwischen stark zugenommen. Es gibt Konkavlinsen, die vergrößern. Sie sind für weitsichtige Menschen. Konvexlinsen, die zerstreuen, sind für kurzsichtige Menschen. Auch Linsen müssen vermessen und angepasst werden, damit sie gut sitzen.
Die Ausbildung in einem Optikbetrieb dauert drei Jahre. Mindestens ein Hauptschulabschluss ist er-forderlich, ein Abschluss der Mittleren Reife ist besser wegen der verschiedenen Fächer in der Berufs-schule. Die Auszubildenden haben in ihrer Lehre durch den Umgang mit Linsen viel mit Chemikalien zu tun, deshalb ist es nicht falsch, einige Chemiekenntnisse zu haben.

Herr M. mit seiner neuen Brille...

Als Optiker muss man bei den Kunden gut ankommen, indem man die richtigen Fragen stellt, freund-lich ist, gepflegt ist, einen guten Eindruck hinterlässt und auf die Wünsche des Kunden eingeht. Nach einer dreijährigen Ausbildung und zwei Jahren Arbeit kann man sich zum Augenoptikermeister ausbilden lassen. … ein interessanter Einblick in den Berufsalltag, vorgeführt am lebenden Objekt. (Zwei Schülerinnen der Klasse 9)

Bei Optik Schekirka
Wir sind zu Besuch bei Optik Schekirka. Herr Scheer führt uns durch das Geschäft und die Werkstatt. Er zeigt uns die Schleifmaschine für die Brillengläser und erklärt uns den Sehtest, den man braucht, wenn man den Führerschein erwerben will.
Er informiert uns über die verschiedenen Augenkrankheiten anhand eines Posters: Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Alterssichtigkeit. Außerdem konnte man die Hornhautverkrümmung erkennen.
Wir erfahren Wichtiges über die Voraussetzungen für den Beruf des Optikers. Schulische Voraussetzungen sind gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie. Man muss außerdem immer freundlich und einfühlsam zu den Kunden sein. Auch in modischer Hinsicht ist eine Beratung wichtig, damit sich der Kunde mit der Brille wohl fühlt. Die Ausbildung dauert drei Jahre und Mindestschulabschluss ist der Mittlere Bildungsabschluss. Viele Optikläden verlangen Abitur. Interessant ist auch, dass immer mehr Menschen Kontaktlinsen bevorzugen, weil diese praktischer sind. Es gibt sie auch farbig. Aber mit farbigen Kontaktlinsen ist das Autofahren verboten.
Der Besuch war unserer Meinung nach sehr interessant und lehrreich. Wir wurden von Herrn Scheer sehr freundlich aufgenommen. (Schülerinnen der Klasse 9d)

Beim Saarländischen Kraftzeugverband
18 Schüler unserer Schule besuchten anlässlich der Veranstaltung "Wege in die Ausbildung" den Saarländischen Kraftzeugverband in Saarbrücken.
Herr Hinkelmann, der Leiter der Lehrwerkstätten, erklärte uns die Struktur und Tätigkeitsfelder dieses Verbandes. Man kann ihn sich wie einen Verein vorstellen, indem sich 566 KFZ Betriebe zu einer Innung zusammengeschlossen haben. Auf 3500 qm Werkstattfläche und über 1000 qm Schulungs-, Sozial- und Gemeinschaftsräumen lehren erfahrene Ausbilder an 170 Ausbildungs- und Fortbildungsplätzen, die mit modernster Technik bestückt sind. Die Ausbildung in den Lehrwerkstätten ergänzt die Ausbildung in den Betrieben und in der Berufsschule. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit sich zum Servicetechniker weiter zu qualifizieren bzw. den Meistertitel zu erlangen.
Die Innung bietet eine Website im Internet an (www.kfz-saar.de), wo Betriebe Ausbildungsplätze anbieten und interessierte Schüler ihren Namen angeben können. Die Schüler der KFZ-Gruppe bedankt sich recht herzlich für die freundliche Einladung und die für uns sehr nützlichen Informationen.
(Schüler der Kl. 10d)
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