Bitcher und Lebacher Schüler toben auf dem Schulhof

Besuch der Klasse 7d im Collège J. J. Kieffer (Bitche) * 11.2.2005

Am 10.2. fuhren wir mit unserer Französischlehrerin Frau Bender und Herrn Bus zu unseren französischen Brieffreunden und Brieffreundinnen ins Collège J. J Kieffer nach Bitche.
Gegen 8.45 h starteten wir mit einem Reisebus von der Schule aus in Richtung Frankreich. Als wir nach eineinhalb Stunden am Collège ankamen, wartete die Klasse schon auf uns. Als erstes stellte uns die Klassenlehrerin Mme Vierling unsere Brieffreunde in der Schulkantine vor. Sie las unsere Namen vor und danach die dazugehörigen Namen der französischen Schüler, die uns zugeteilt worden waren vor. Einige Schüler des Collège hatten sich ihre deutschen "Freunde" etwas anders vorgestellt und der Kontakt fiel ihnen schwer. Manche von ihnen verstanden kein Deutsch und wussten auch nicht sehr genau, was sie sagten. Das war meistens sehr lustig. Doch für fast alle war es ein gutes Gefühl den Franzosen bei schwierigen Wörtern zu helfen. Auch wenn aus "schneiden" mal "schnitten" wurde, hat uns allen das Beibringen von neuen unbekannten Wörtern viel Spaß gemacht.
Wir nahmen alle an einer französischen Unterrichtsstunde teil, danach gingen wir in die Kantine des Collège und aßen dort mit allen anderen Schülern zu Mittag. Es gab Maisgrieß mit Gulasch, Obst, Nudelsalat, Avocado und Baguettescheiben.
Danach zeigten uns einige Schüler und Schülerinnen, die sich freiwillig meldeten, ihre Schule: die Sporthalle, den Schulhof. Von dort aus kann man die berühmte Zitadelle sehen.
Nach diesem interessanten Erlebnis fuhren wir in die Innenstadt. Dort durften unsere Brieffreunde und wir ein Rätsel lösen, das wir von Frau Bender und Herrn Bus bekommen hatten. Danach zeigten uns die Schüler und Schülerinnen die Innenstadt und wir besuchten ein paar kleinere Lädchen und Geschäfte. Wir besichtigten auch die alten Stadttore und die zwei Bitcher Kirchen. Als letztes statteten wir dem Supermarkt "Match" einen Besuch ab.
(Text und Fotos: Anne-Christine Weber)













Partnerschaft mit Bitche
College J.J. Kieffer


Besuche bei der Partnerschule

Am Mittwoch, dem 04. Juni 2003, besuchte die Französischgruppe 11 der Klassen 10 mit ihrem Französischlehrer Erich Bus die Lebacher Partnerschule, das College J.J. Kieffer, in Bitche. Dort wurden sie in der Eingangshalle vom Schulleiter, Monsieur Bour und seinem Stellvertreter, Monsieur Eitel, herzlich begrüßt.
Als Überraschung gab es zunächst in der Kantine einen kleinen Imbiss, bevor die 17 Schüler und Schülerinnen eine Stunde am Unterricht teilnehmen konnten. Aufgeteilt in vier Gruppen erlebten sie entweder eine Sport-, eine Musik-, eine Zeichen- oder eine Physikstunde.
Danach fuhren sie zum nahegelegenen Simserhof, einem der größten Forts der Maginotlinie. Am Anfang wurden sie durch einen Film über den historischen Hintergrund, der zum Bau der Maginotlinie und des Westwalls führte, informiert. Anschließend ging es mit einem lasergesteuerten Waggon in die weltverzweigten unterirdischen Festungsanlagen, die sich über mehrere Kilometer erstrecken. Die Schüler und Schülerinnen bekamen einen Eindruck, wie die französischen Soldaten hier monatelang mit ihrer ganzen Militärmaschinerie in diesen Bunkeranlagen lebten.
Nach der Rückkehr aus der Kälte (nur 12° ) ans Tageslicht fuhr die Gruppe zurück nach Bitche, wo sie sich im Supermarkt Match mit Proviant für ihr Picknick am Mittag eindeckte. Dieses hielten sie am Ufer des Hasselfurter Weihers im Bitcher Naherholungsgebiet ab.
Dann hieß es heimfahren. Nach einer guten Stunde kamen die Schülerinnen und Schüler mit vielen schönen und interessanten Eindrücken wieder in Lebach an ihrer Schule an. (eb)


Die Geschichte einer Freundschaft
zwischen zwei Städten und zwei Schulen


Die Entstehung der Partnerschaft

Anfänge

Die Partnerschaft zwischen Bitche, Lebach und der KRS Lebach entstand aus der allgemeinen Bestrebung von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, die deutsch-französische Freundschaft zu festigen. Durch den Elyseé-Vertrag im Jahre 1963 wurde die Freundschaft festgeschrieben. In Spittel (Lothringen) setzte man Zeichen des Deutsch-Französischen Friedens. In dem sonst recht ruhigen Industrieort tummelten sich Hunderte von Leuten aus Vereinen von Spittel und Überherrn. Beide Gemeinden feierten hier ihre "Jumelage" und gaben unter anderem für die saarländische Region Anstoß zu einer landes- und bundesweiten Aussöhnung mit Frankreich. Viele deutsche Städte und Dörfer fühlten sich nun dazu motiviert, mit französischen Städten und Dörfern eine Partnerschaft einzugehen. Viele wollten sich nach dem 2. Weltkrieg mit den französischen Nachbarn aussöhnen und die Freundschaft festigen.

Auch Lebach und die dort ansässige KRS Lebach ging auf die Suche nach einer passenden Partnerstadt. Die Leute, die sich in den vielen Jahren des Krieges feindlich gegenüberstanden, suchten Möglichkeiten, sich wieder zu versöhnen und einfach friedlich miteinander zu leben. Nicht nur Schüler und Jugendliche wollten sich besser verstehen und voneinander lernen bzw. von den bestehenden Gegensätzen profitieren.

Anforderungen an die Partnerstadt

Ein erster wichtiger Gesichtspunkt bei der Suche nach einer Partnerstadt war die Entfernung. Man wollte sich nicht auf einige wenige Gelegenheiten beschränken, sondern man wollte einen ständigen Austausch auf verschiedenen Ebenen möglich machen. Lebach wollte auch keine Touristenpartnerschaft eingehen, d.h. Lebach wollte keine Attraktion für franz. Touristen sein, denn in dieser Hinsicht hat Lebach ja nicht viel zu bieten. Die Partnerstadt so llte auch möglichst im Bereich Elsaß-Lothringen stattfinden, um sich auch vor allem im Grenzbereich auszusöhnen.

Die Stadt Lebach bekam auch sehr viele Angebote, z.B. von der Stadt Ancenis, die in der Region Loire-Atlantique liegt. Durch die große Entfernung ließen sich Besuche nur schwer realisieren, und man vertrat die Meinung der Vereine, daß eine Partnerschaft über diese Entfernung hin nur schwer möglich sei. Nach längerem Hin und Her wurde dann Bitche zur Partnerschaft auserkoren, denn die kleine Stadt erfüllte weitgehend die Vorstellungen der Lebacher.

Ein Vorteil der Partnerschaft mit dieser Stadt ist z.B. die unter anderem kaum vorhandene sprachliche Barriere. Wegen der Lage an der Grenze mußte für die Verständigung kein Dolmetscher her. Die ältere Generation (Leute ab 40 Jahren) in Bitche spricht Deutsch und versteht sogar den saarländischen Dialekt. Aber auch die Saarländer brauchen nicht unbedingt ein Wörterbuch, um sich mit den Bitchern gut zu verständigen. Auch weitere gestellte Anforderungen erfüllte Bitche am besten: Die kleine Stadt war ebenfalls eine Garnisonsstadt wie Lebach und weist auch eine ähnliche Struktur auf. Bitche hat etwa 9000 Einwohner, welche in etwa auch der Einwohnerzahl von Lebach entspricht. Auch landschaftlich sind sich die beiden Städte recht ähnlich. Ebenso wie in Bitche liegen um Lebach herum viele landwirtschaftlich genutzte Felder und Wald. Industrie ist in Bitche und Lebach weniger zu finden. Außerdem ist es nur ein Katzensprung von Lebach nach Bitche oder von Bitche nach Lebach. Der Katzensprung führt von Lebach über die Landstraße (6Km) zum Autobahnanschluß bei Eiweiler und von der Autobahnauffahrt in Zweibrücken geht es dann nach Frankreich, über Landstraßen nach Bitche. Insgesamt "springt" man eine Länge von 80 Km.

Erste Kontakte

Die Besiegelung der Städtepartnerschaft zwischen Lebach und Bitche wurde in Lebach vom 19. - 21. Mai 1979 und in Bitche vom 27. - 29. Juli 1979 gefeiert und mit einer Urkunde besiegelt. Schon bei dieser Feier stellten sich erste Kontakte ein, die später (1981) durch Vereine und Organisationen noch verstärkt wurden. Viele Termine wurden schon für das laufende Jahr festgelegt. Aus diesen vororganisierten Zusammenkünften entwickelten sich dann schnell regelmäßige Zusammenkünfte, die der Dauerhaftigkeit und Funktionsfähigkeit der Partnerschaft nur zugute kamen. Die einzelnen Vereine und Organisationen hauchten der Partnerschaft erst richtiges Leben ein und entwickelten sich sehr schnell fort. Die Verwaltungen mußten hier meist nur noch Hilfestellungen geben. Bei Hilfestellungen handelte es sich in erster Linie um Geld. Alle Lebacher Vereine oder Organisationen erhalten einen 50%-igen Zuschuß auf die Fahrtkosten nach Bitche. Zusätzlich sprechen sich die zuständigen Verwaltungstellen in Bitche und Lebach ab, um den Fahrten kein Hindernis in den Weg zu legen. Zusätzlich zu allen gemeinsamen Unternehmen entwickelten sich auch eine Reihe privater Freundschaften.

Unsere Partnerschule

Auch die KRS Lebach war auf der Suche nach einer Partnerschule und wurde in Bitche fündig: das Centre d' Education Secondaire (CES) Jean Jacques Kieffer. Diese Partnerschule in Bitche gleicht in der Struktur ebenfalls sehr der der KRS Lebach. Ein Austausch von Schülern und Lehrern ist wegen der geringen Entfernung auch kein Problem.

Initiatoren

Die Initiatoren der Partnerschaft, die die Partnerschaft ins Leben gerufen haben, waren z.B. in Lebach Nikolaus Jung (Bürgermeister), Albert Wagner (1. Beigeordneter), Ruthard Frisch (Stadtrat) und der Ortsvorsteher Hans Schäfer, um nur einige von vielen zu nennen. Auf der anderen Seite der Grenze, in Bitche, waren es z.B. Joseph Schaefer (Bürgermeister), Fernand Foegle (1. Beigeordneter) und Albert Lang. Auch hier waren natürlich noch viel mehr Personen an der Partnerschaft beteiligt. Zu verdanken haben die beiden Schulen die Freundschaft den Direktoren Klaus Leidinger (KRS-Lebach) und Victor Bandel (Bitche) und den jeweiligen Französisch- (in Lebach -> Herr Erich Bus und andere) bzw. Deutschlehrern (in Bitche -> Herr Klein und Herr Leonard Petry). Es ist verständlich, daß nicht alle Personen genannt werden können, die sich um das Gelingen der Partnerschaft in den vielfältigen Bereichen bemüht haben.

Die Erhaltung der Partnerschaft

In der Schule

Sehr viele Vereine und Institutionen haben in den letzten 15 vergangenen Jahren viel zur Erhaltung der Partnerschaft beigetragen. Sehr verstärkt hat sich zur Zeit der Austausch von Schülern mit Schulen in Bitche. Die KRS-Lebach tauscht regelmäßig Schüler aller Klassen mit der Schule Jean Jaque Kieffer aus.

Hier lernen die Schüler das andere, recht unterschiedliche Schulsystem kennen. In Bitche geht die Schule über Mittag bis 17.00 Uhr. Die meisten französichen Schüler bleiben zum Mittagessen in der Schule und stärken sich in der Kantine der Schule. Die deutschen Gastschüler nehmen auch hier an dem Unterricht teil und werden sehr freundlich von der Gastgeberfamilie aufgenommen. Das Johannes Kepler Gymnasium in Lebach hat ebenfalls eine Partnerschaft in Frankreich, allerdings nicht mit dem CES in Bitche, sondern mit dem Lycée Tessier. Die Grund- und Hauptschulen in Lebach haben Partnerschaften mit einer Grundschule in Bitche. Auch an diesen beiden Schulen findet regelmäßig ein Schüleraustausch statt.

Bei besonderen schulischen Anlässen, wie z.B. Schulfesten, Abschlußfeiern und der 25-Jahresfeier der KRS Lebach im Jahre 1991, werden Leute aus der Partnerschule nach Lebach bzw. nach Bitche eingeladen.

Ausflüge

Nach der Schule werden mit den deutschen Gästen Ausflüge unternommen oder die Verwandtschaft wird besucht. Nebenbei werden so natürlich die Französischkenntnisse angewandt und aufgefrischt. Während der Aufenthalte in Bitche finden z.B. gut organisierte Kindermaskenbälle statt, zu denen alle deutschen und französischen Schüler eingeladen werden. Aber auch Treffen in Deutschland sind meist schon vorher von den Lehrern der Partnerschulen vorbereitet. Speziell für Austauschschüler werden in Lebach Ausflüge z.B. zur Tropfsteinhöhle oder an die bekannte Saarschleife gemacht. Allerdings sind hier die deutschen Partner nicht immer dabei, sie haben während dieser Zeit meist noch Schule. Nach den Ausflügen fahren die französischen Freunde in der Regel mit den deutschen Partnern nach Hause. Auch bei den deutschen Familien werden mittags mit den Franzosen private Ausflüge unternommen. Dieses Programm und der Spaß miteinander motivieren oft zu neuen Treffen, und der Abschied fällt oft sehr schwer.

Brieffreundschaft

Aber man tröstet sich mit den Souvenirs und mit dem Gedanken an das nächste Treffen. Damit der Kontakt nicht abreißt, schreiben sich viele deutsche und französiche Schüler regelmäßig Briefe. Hier wird z.B. auch das nächste familiäre Treffen vereinbart, das oft an Wochenenden und auch in den Ferien stattfindet. Wegen der geringen Entfernung zwischen Bitche und Lebach sind diese Treffen sehr häufig, und ein Wochenende ist dann mehr als ausreichend. Auch von Lehrern wird der Briefkontakt unterstützt. Deutsch- und Französischlehrer sind meistens gern bereit, bei Schreibproblemen zu helfen. Bei einem solchen regelmäßigem Kontakt aber lernt man sehr schnell, Briefe an den Partner zu schreiben und auch das zu schreiben, was man wirklich denkt.

Lehrertreffen

Allerdings besuchen sich nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer treffen sich regelmäßig, zur Freude der Schüler, in deutschen bzw. französischen Schulen. Auch hier werden Erfahrungen ausgetauscht und das andere Schulsystem kennengelernt. Im April / Mai z.B. trifft sich das Lebacher Kollegium mit den Kollegen in Bitche. Im September / Oktober findet wiederum ein Treffen des Bitcher Kollegiums in Lebach statt. Auch hier finden Besichtigungsprogramme statt, und man lernt die andere Region kennen. Nach einem Treffen setzt man sich gern noch gemütlich zum Essen und Trinken zusammen und vereinbart immer schon das nächste Treffen. Bei besonderen Anlässen wie Schul- und Sportfest werden meistens Gäste aus Lebach bzw. Bitche eingeladen. Auch die beiden Elternvertretungen der Schulen kontaktieren untereinander und treffen sich. Auch andere Schulen in Lebach haben Kontakt mit französischen Schulen, und Schüler und Lehrer treffen sich regelmäßig. Viele deutsche Lehrer wünschen sich in einem zusammenwachsenden Europa unter anderem auch, daß unsere Lehrer in Bitche, französische Lehrer in Lebach jeweils in ihrer Muttersprache unterrichten.

Sportvereine

Außer den schulischen Kontakten läuft auch außerhalb der Schule einiges rund um die Partnerschaft. Viele Vereine waren z.B. auch an dem Erfolg der Partnerschaft zwischen Bitche und Lebach beteiligt. Sportliche Begegnungen finden sehr oft zwischen den Lebacher und Bitcher Vereinen statt. Allerdings ist eine Partnerschaft zwischen zwei Vereinen nur möglich, wenn es auf der anderen Seite der Grenze auch einen entsprechenden Verein gibt. Der Kirchenchor in Lebach hat sehr gute Kontakte mit Chören in Bitche. Probleme gibt es allerdings bei dem Männerchor, da sich in Bitche kein rechter Partner finden will. Dieser Chor, der in Lebach und Umgebung sehr bekannt ist, hat leider auch kein Pendant in Bitche, singt aber bei Veranstaltungen und Festen (Kirmes) in Bitche. Bei Wettkämpfen zwischen zwei Vereinen kommt es meist nicht so darauf an, wer jetzt gewinnt, sondern es geht in der Regel um den Spaß, den man im Spiel gemeinsam erleben kann. Als sportliche Veranstaltungen finden z.B. Fußballturniere, Tischtennis- und auch Billardturniere statt.

Karneval

In Lebach und Bitche gibt es aber auch viele Vereine, die weniger mit Sport zu tun haben, und auch einen regen Austausch betreiben. Besonders zu erwähnen ist z.B. die Freiwillige Feuerwehr, die einen sehr guten Kontakt mit den Bitcher Kollegen hat. Die Feuerwehr veranstaltet z.B. oft Feuerwehrfeste mit den Bitcher Kollegen. Meist finden dann auch Wettbewerbe statt. Sehr intensive Verbindungen haben auch die Karnevalvereine, wobei z.B. der UKV sehr rege ist, so daß in Bitche sogar des öfteren Kappensitzungen mit der Beteiligung des UKV und des CVL stattfanden.

Jung und Alt

Besonderes Augenmerk gilt natürlich auch den Veranstaltungen der Kinder und Jugendlichen. Bisher erwiesen sich Beteiligungen an Kinderfastnacht und Zeltlagern als voller Erfolg. Die Zeltlager werden meist vom Stadtverband für Leibesübungen und vom UKV organisiert. Daß aber nicht nur junge Menschen Partnerschaften schließen können, sondern daß auch deutsche und französiche Pensionäre sich gut verstehen können, beweisen die Pensionäre aus Bitche und Lebach mit ihren regelmäßigen Kontakten.

Stadtverwaltung

Wie schon vorher erwähnt, werden 50% der Reisekosten aller Fahrten nach Bitche von der Stadt Lebach erstattet. Über die finanzielle Unterstützung hinaus fördert die Stadt die Partnerschaft. Die Stadtväter selber, in diesem Falle wohl Vertreter des Kulturamtes (in Lebach ist Herr Reichert und der Beigeordnete Herr Maass zu erwähnen), treffen sich jährlich in Bitche oder in Lebach, um Termine und Veranstaltungen zu besprechen und zu organisieren. Das letzte Treffen fand am 22.01.94 abends in Bitche statt. Auch hier werden die gemeinsamen Jahresaktivitäten der Stadt Lebach mit der Stadt Bitche besprochen. Die Verantwortlichen von Schulen, Vereinen, etc. kommen hier mit und besprechen die gemeinsamen Aktivitäten. Die Veranstaltungen werden auf einem Formular eingetragen und der Stadtverwaltung übergeben, die einen Veranstaltungskalender daraus erstellt. Im letzten Jahr war z.B. das Bitcherfest auf dem Bitcherplatz, der am Lebacher Bahnhof liegt. Nach einer solchen Terminbesprechung findet zum Abschluß ein gemeinsames Essen statt.

Schlußlicht

Nun sind schon gut 15 Jahre seit Beginn der Partnerschaft zwischen Bitche und Lebach vergangen. In diesem Jahr wird deshalb auch das 15-jährige Jubiläum gefeiert. Mit Recht, denn in diesen 15 Jahren hat sich die Partnerschaft wirklich außerordentlich positiv entwickelt. Aber nicht nur die Lebacher Schulen waren an dem Erfolg der Partnerschaft beteiligt. Die Ämter in Lebach, die Kindergärten, Geschäfte, viele Vereine und Organisationen haben viel zur Aussöhnung im Grenzbereich beigetragen. Die Initiatoren der Partnerschaft wurden schon an der 5 Jahresfeier mit der Ehrenbürgerwürde der jeweiligen Partnerstadt ausgezeichnet, welche praktisch die enge Zusammengehörigkeit ausdrückt, die sich in den vielen Jahren entwickelt hat. Feste Termine in jedem Jahr sind z.B. die Fastnacht bzw. die Mi-Carême, das Stadtfest in Lebach, das Zitadellenfest in Bitche und das Lebacher Kinderfest. Auf diesen Festen und Veranstaltungen können Termine besprochen werden und neue Freundschaften geknüpft werden. Bisherige Höhepunkte der Partnerschaft waren die 5-Jahresfeier, der Partnerschaftsabend im Oktober 1985 in der Lebacher Stadthalle und die Rundfunksendung "Rendez-vous der Freundschaft" im Mai 1987 in der Bitcher Stadthalle, der Espace Cassin. Als Höhepunkt wird natürlich auch das jeweils nach der offiziellen Veranstaltung stattfindende gemütliche Beisammensein empfunden.

Gerade die enge Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen Staaten und Ländern bedeutet für Europa die Zukunft.

(von B.Martini und Th. Schöner, Kl.10d, 1993/94, anläßlich eines Europa-Wettbewerbs)

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