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Unser kleiner
Eine-Welt-LadenSich für eine gerechtere Welt einsetzen Wir ändern unser Konsumverhalten ![]() Bericht der Saarbrücker Zeitung über unsere Weihnachtsaktion TransFair zu Weihnachten ERS Lebach bietet auf ihrem diesjährigen Eine-Welt-Weihnachtsbasar gute Produkte zu fairen Preisen an Südamerikanische Folklore klingt durch die Eingangshalle der Erweiterten Realschule in Lebach. Es ist große Pause. Viele SchülerInnen bleiben verdutzt stehen, andere rennen in die Pause. Was ist denn hier los? Viele kennen die Aktion schon aus dem vergangenen Jahr: Die Wirtschaftskunde-Differenzierung der Klassen 10 hält ihren traditionellen Eine-Welt-Weihnachtsbasar ab. Im Unterricht gibt es die Hintergrundinformationen über Globalisierung und Welthandelsstrukturen. Viele Dritte-Welt-Experten, die Kirchen und einige Politiker kritisieren seit Jahren die ungerechten Handelsbeziehungen weltweit. Wir im Westen sitzen am längeren Hebel, wir können die Preise bestimmen. Seit den Kolonialzeiten sind bestimmte Länder in Abhängigkeitsverhältnisse geraten und können sich schwer daraus befreien. Ein gutes Beispiel ist der Kaffee. Gemütlich "genießen" wir in Europa den billigen Kaffee, den es schon für unter 3 Euro die 500-Gramm-Packung gibt. Wir freuen uns über das Sonderangebot und vergessen dabei, dass - wie die Kritiker sagen - billiger Kaffee andere auf Dauer arm macht. Die Kaffee-Bauern sind durch ihre geringen Erlöse ruiniert. Sie verlassen ihre Plantagen, da die Produktion sie nicht mehr ernährt. Sie müssen erfahren, dass sie für ihre Ernten, die sie gerade eingefahren haben, nur noch Bruchteile von dem bekommen, was sie die Produktion gekostet hat. Ganze Landstriche werden entvölkert. In den Städten sammelt sich ein Arbeitsproletariat, das dort versucht zu überleben. Die betroffenen Entwicklungsländer sind in einer Armutsspirale, aus der sie kaum selbst herauskommen. In Deutschland sitzen große Konzerne, die am Kaffeemarkt sehr viel verdienen, weil die Einstandskosten der Importware durch ein großes Überangebot ständig sinken. Trotz ständiger Preissenkungen für die Verbraucher ist die Gewinnspanne bei Kaffee erheblich gestiegen, so dass die Nahrungsmittelkonzerne immer größere Gewinne einfahren. Eine Möglichkeit, für etwas mehr Gerechtigkeit in der Kaffee-Welt zu sorgen, hat der einzelne Kaffeetrinker: Dadurch, dass er fair gehandelten Kaffee trinkt, der in Deutschland zwischen einem und drei Prozent des nationalen Marktes ausmacht. Unter dem Siegel TransFair wird der Kaffee auf einem eigenen Vertriebsweg über Nichtregierungsorganisationen eingekauft und vermarktet. Diese Direktvermarktung sichert durch einen Preisaufschlag auf den Weltmarktpreis den Produzenten ein angemessenes Einkommen, so dass sie kontinuierlich produzieren können. Dazu erhalten die Kaffeeproduzenten Auflagen für ihre Produktion: strenge soziale Richtlinien, d.h. wie sie ihre Gelegenheitsarbeiter beschäftigen und entlohnen, und Umweltauflagen für die Produktion, damit diese die Umwelt nicht schädigt. Kinderarbeit muss auf den Plantagen ausgeschlossen sein. Die Gepa (Gesellschaft für die Partnerschaft mit der Dritten Welt) und andere Organisationen bieten inzwischen neben Kaffee viele andere TransFair Produkte an. Die Wirtschaftkundegruppe der ERS kauft selbst für ihren Weihnachtsbasar ein: im Fair Handelshaus Südwest in Saarbrücken. Dort ist die ERS Lebach Stammkunde seit vielen Jahren. Die Lebensmittel werden auf Rechnung eingekauft: Kaffee, Honig, Tee, Schokolade, Global denken - lokal handeln! geöffnet: montags und donnerstags, 1. gr. Pause, Eingangshalle Doch nicht nur zur Weihnachtszeit spenden wir freudig - und beruhigen so unser Gewissen. "Gutes Geld gegen gute Ware" ist auch Entwicklungshilfe, tagtäglich. Transfair - fairer Handel mit Dritte-Welt-Ländern ist angesagt. Kauft in unserem Eine-Welt-Laden!! Mehr über Transfairprodukte und was das mit uns zu tun hat ... Sicher habt Ihr schon einen Blick hineingeworfen: in die Glasvitrine in der Eingangshalle. Dort sind die Produkte und Waren ausgestellt, die es jede Woche in der Schule zu kaufen gibt.
Der Erfolg der Verkaufsaktionen vor Weihnachten hat
uns dazu ermutigt, einen ständigen Verkauf in der Schule
zu versuchen. Aber was soll das Ganze, werdet Ihr vielleicht fragen. Kaffee, Schokolade, Tee usw. gibt's doch beim Aldi viel billiger! Klar! Aber warum ist das so? Es geht darum zu kapieren, daß unser Verhalten hier in der westlichen Welt das Leben vieler Menschen in der sog. Dritten Welt beeinflußt. Etwas vereinfachend ausgedrückt: Unser Kauf- und Konsumverhalten ist - auf sehr komplizierte Weise - mitschuld an Hunger und Elend in diesen weit von uns entfernten Ländern.
Noch nie konnten wir die Länder der Dritten Welt so billig
ausnehmen! Zum Beispiel: Kaffee. Die Kaffee-Bauern sind in der Regel Familienunternehmen, die entweder auf eigenem Land oder auf gepachtetem Land den Rohkaffee anbauen. Dazu müssen sie das Saatgut bzw. die Maschinen leihen oder kaufen. Der Kaffee-Bauer Peter Kafuluzi in Uganda: "Wir sind ruiniert. Es fehlt uns an allem, wir können noch nicht einmal die wichtigsten Dinge kaufen. Die Kinder können wir auch nicht zur Schule schicken, weil wir das Geld dafür nicht aufbringen können." Die Ursache für die Misere ist die Tatsache, dass er statt der erwarteten 69 Cent pro Kilo Rohkaffee nur noch 7 Cent bekommt. Damit kann niemand mehr das Land bewirtschaften. Die Kaffee-Bauern können ihre Produktionskosten nicht aufbringen, durch Kredite sind sie überschuldet. Sie müssen ihre Plantagenarbeiter entlassen und das Land verkaufen. Nach Schätzungen von Oxfam, einer internationalen Hilfsorganisation, haben in Mittelamerika bereits Hunderttausende Hilfsarbeiter ihre Arbeit verloren. Viele streben in die Städte in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Der Preisverfall des Kaffees hat Armut und Hunger zur Folge. Daher der Spruch. "Billiger Kaffee macht arm!" In unserem kleinen Laden bieten wir fair gehandeltem Kaffee an. Fair gehandelter Kaffee bedeutet: * der Import dieses Kaffees erfolgt direkt von Kleinbauern, die sich zu Genossenschaften zusammengeschlossen haben, also ohne den ausbeuterischen Zwischenhandel * die Abnehmer - z.B. die GEPA - bezahlen einen Mindestpreis, der über dem Weltmarktpreis liegt
* ein Teil des Kaffees wird schon vor der Ernte bezahlt, damit
die Kleinbauern nicht von Geldverleihern abhängig werden
Fair gehandelter Kaffee wird also teurer sein als anderer Kaffee! Kauft also den Kaffe für die Eltern, die Oma, die Verwandtschaft hier bei uns! Es ist der Kaffe des guten sozialen Gewissens! Wir möchten auch ständig weitere Nahrungsmittel anbieten: Tee, Honig, Kakao, Schokolade, verschiedene Gewürze, Quinua, Nudeln...
Alles zu fairen Preisen!
Dankens- und lobenswerterweise übernehmen Schüler aus der Differenzierung
Wiso der Klassen 10 schon seit vvielen Jahren regelmäßig das ganze Jahr über
die Betreuung des kleinen EINE WELT LADENs. | * * * * * * * * Erweiterte Realschule Lebach * Mottenerstr.52 * 66822 Lebach * Tel. 06881/3065 * http://www.erslebach.de * * * * * |