Musik für junge Ohren
Am Donnerstag, den 15.11.07 machte sich die Klasse 10e mit ihrem Musiklehrer Herrn Seidel auf den Weg nach Saarbrücken in die Kongresshalle, wo sie eine Sinfonie von Robert Schumann zu hören bekam. Wir trafen uns an diesem Morgen um viertel vor acht am Bahnhof in Lebach, wo wir noch einige Minuten auf den Linienbus nach Saarbrücken warten mussten. Auf der Fahrt bis zum Hauptbahnhof ging es noch eher ruhig zu. Einige waren noch nicht so ganz wach und versuchten noch ein wenig Schlaf nachzuholen, andere mussten auf der Fahrt stehen und unterhielten sich über die letzten Schultage und wieder andere ließen sich noch von ihrer eigenen Musik beeinflussen, bevor es dann nachher in die Zeit der Romantik ging. Auf dem Weg bis zur Congresshalle wurde dann auch schon heftig diskutiert, wie es dann bloß werden würde. Im Bereich der Einganghalle versammelten wir uns und Herr Seidel, gab uns eine kurze Einweisung, wie es nun weiter ablaufen würde.
Als in diesem Augenblick ein älterer Mann ( so um die 80 Jahre), gestützt, die Congresshalle betrat und uns unserer Lehrer sagte, dass dieser Mann der Dirigent Stanislaw Skrowaczewski wäre, schauten wir nicht schlecht, dass so jemand ein ganzes Orchester von um die 100 Musiker dirigieren wollte.
Diese Musiker gehörten der erst neu gegründeten Fusion aus dem Symphonieorchester des Saarländischen Rundfunks und dem Rundfunkorchester Kaiserslautern an und tragen den nun gemeinsamen Namen „Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken – Kaiserslautern“.

Wenige Minuten später saßen wir auch schon alle auf unseren Plätzen und warteten gespannt auf den Anfang. Pünktlich begann auch das Konzert, aber nicht wie wir es uns vorgestellt haben, gleich mit lauter Musik, sondern mit dem SR2 – Moderator Roland Kunz der auf eine sehr einfache Art uns verständlich erklären konnte, was wir in wenigen Augenblicken zu hören bekämen. Aber zuerst erzählte er uns viele wichtige Details über Robert Schumann.

Robert Schumann galt als Urbild eines romantischen Künstlers und wurde 1810 in Zwickau (Sachsen) geboren. Schumann stammte aus einer bürgerlichen Familie, war jedoch sehr begabt. Er liebte die Musik, doch seine Eltern wollten, dass er Jura studierte. Robert ging nach Leipzig wo er auch das Studium begann, nahm aber nebenbei Klavier- und Kompositionsunterricht. Bei Friedrich Wieck erlernte er die perfekte Beherrschung des Klaviers, was er aber nach der Lähmung seines Fingers wieder aufgeben musste. In dem Klavierunterricht bei Wieck lernte er dessen Tochter Clara kennen, die er weniger Jahre später gegen den Willen ihres Vaters heiratete. Schumann hatte aber so viel Energie in sich, dass er mit der Zeit nichts anzufangen wusste und so gründete er nach der zwanghaften Aufgabe des Klaviers eine Zeitschrift für Musik. 1850 siedelte er nach Düsseldorf über, wo er städtischer Musikdirektor wurde und die uns vorgeführte Sinfonie Nr. 3 schrieb.

Diese 3. Sinfonie trägt auch den Namen „Rheinische Sinfonie“. Dieses Orchesterstück handelt von seiner Reise entlang des Rheines bis nach Düsseldorf, wo er sich dann niederließ. Es ist eine lebenslustige und volkstümliche Sinfonie, die auch, wie seine Frau Clara Schumann sagte,“für Laien leicht zugänglich ist“. Der Moderator Roland Kunz erklärte uns auch an Hand von kurzen Musikbeispielen, was Schumann in dieser Sinfonie ausdrücken wollte.

Nach einer guten Stunde war dann das Konzert vorbei und mit einem großen Applaus für den Dirigenten, die Musiker und Roland Kunz verabschiedeten wir uns und machten uns auf in Richtung Bahnhof, wo wir dann auch schon bald geschafft von den vielen neuen Eindrücken und der ganz neu vermittelten Perspektive nach Lebach fuhren. Uns hat der Morgen sehr gut gefallen, da wir so einen ganz spezifischen Einblick in die Musik von Robert Schumann und die darin festgehaltenen Augenblicke erleben durften. Roland Kunz hat uns Jugendlichen mit einfachen Worten erklärt, was Schumann für ein Mensch war und welche Gefühle er in seinen Sinfonien festgehalten hat. (Eva Schnur, 10e)
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