Tai Chi

 


SR filmt Tai Chi auf dem Schulhof

 

“Der mobile Mensch” heißt das Thema der neuen Themenwoche (vom 22. bis 27. Mai 2011) bei der ARD. Radio, Fernsehen, Internet und Videotext informieren über mobiles Leben in all seinen Facetten.
Mobil sind wir auch in der Schule, z.B. indem wir mit den Schülern regelmäßig Tai Chi machen.

 

Redakteur P. D’ Angiolillo vom Saarländischen Rundfunk drehte hierzu einen Nachrichtenbeitrag, der im “Aktuellen Bericht” in dieser Woche gesendet wird. Die Klassen 6a und 6b zeigten, wie sie Qi Gong-Übungen machen, drinnen und draußen. Interviews gab es natürlich auch. Wir sind jetzt auch den Beitrag gespannt…

 

 

 

Was ist Tai Chi?
Ursprünglich ist Taijiquan eine sogenannte innere Kampfkunst für den bewaffneten oder unbewaffneten Nahkampf. Vor allem in jüngerer Zeit wird es häufig als allgemeines System der Bewegungslehre oder der Gymnastik betrachtet, das einerseits der Gesundheit sehr förderlich sein soll, andererseits der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation dienen kann.

 

Was ist Qi Gong?
Von außen betrachtet, passiert bei Qi Gong eher wenig. Die Übenden stehen einfach da, verlagern dann und wann ihr Gewicht oder bewegen sich mit ruhigen, fließenden Bewegungen. “Drinnen” passiert dagegen sehr viel. Qigong (wörtlich: Pflege der Lebensenergie) ist eine der ältesten chinesischen Heilmethoden, um die Lebensenergie des Menschen zu steigern und zum Fließen zu bringen.

 

 

 

Ü b u n g e n

 

Grundstellung
Beide Beine stehen fest auf dem Boden,
der Oberkörper befindet sich im Gleichgewicht.
Becken etwas vorschieben, um die Bildung des Hohlkreuzes zu vermeiden (welches in der chinesischen Medizin eines der Hauptübel ist,
da es den freien Energiefluss entlang der Meridiane verhindert.)
Knie ganz leicht gebeugt,
Schultern gerade,
Kopf aufrecht,
Blick geradeaus.
Wichtig:
Die Bewegungen sollen harmonisch und immer sehr langsam und in Ruhe durchgeführt werden. Es sollen in der Regel runde und flüssige Bewegungen sein.

 

Qi wecken
Grundstellung, weich in den Knien,
Gewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilen,
Becken etwas vorschieben,
Arme seitlich locker hängen lassen,
dann beide Hände bei nicht ganz gestreckten Armen gleichzeitig bis auf Schulterhöhe
anheben und dabei einatmen.
Hände langsam wieder absenken, dabei ausatmen und dabei gleichzeitig leicht in die Knie gehen,
Atemrhythmus beachten: möglichst langsam und tief atmen – das erhöht die Konzentration.
(Übung 6 x wiederholen)
Idee: Himmels- und Erdkraft verbinden sich

 

Brust öffnen
Grundstellung einnehmen.
Die Hände in Hüfthöhe mit den Handflächen zueinander drehen (ca. in Hüftbreite Distanz),
einatmen und gleichzeitig die Hände mit weitgehend (nicht ganz!) gestreckten Armen bis in Schulterhöhe heben
und dann die Arme ausbreiten;
bei diesem Vorgang wird die Brust etwas nach vorne geschoben.
Hände vor dem Körper wieder zusammenführen,
auf Hüfthöhe absenken;
dabei ausatmen und leicht in die Knie gehen.
(Übung 6 x wiederholen)
Idee: Ich öffne mich für neue Gedanken, für die Probleme anderer.

 

Wolken teilen
Gewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilt, die Hände befinden sich vor dem Körper in Höhe der Ober¬schenkel, die Handinnenflächen zeigen zum Körper. Die Hände werden beim Einatmen gekreuzt vor dem Körper in die Höhe geführt, über dem Kopf Hände nach beiden Seiten auseinander ziehen, als wollte man Wolken oder einen Vorhang beiseite schie¬ben. Beim Ausatmen die Hände außen im Halbkreis wieder bis auf Höhe der Ober¬schenkel führen, dabei leicht in die Knie gehen (Übung 6 x wiederholen).
Idee: Mit Energie und Konzentration kann jedes Problem gelöst werden also die dunklen Wolken wegschieben, kann man allerdings nur selbst. Und dies erfordert oft eine Menge Ar¬beit an sich selbst!
Durch Wegschieben von Wolken ver¬schafft man sich einen klaren Blick.

 

Den Affen verjagen
Gewicht auf beide Beine gleichmäßig verteilt. Körperdrehung aus der Mitte heraus, die Beine bleiben dabei fest auf dem Boden. Drehung nach links, dabei einatmen und die Arme öffnen, der linken Hand nachschauen. Den linken Arm beu¬gen, Blick nach vorne, auf die rechte Hand ausrichten und gleichzeitig mit der linken Hand in Brusthöhe am Körper vorbei in Richtung der rechten Hand schieben, „wo der Affe sitzt“, und dabei ausatmen.
Drehung aus der Körpermitte nach rechts, einatmen, die Arme öffnen, Blickrichtung nach hinten auf die rechte Hand. Rechten Arm beugen, Blick nach vorne auf die linke, geöffnete Hand ausrichten und von rechts hinten nach vorne schieben.
(Übung 6 x nach beiden Seiten wiederholen).
Idee: Egal was ich tue, zuerst schauen, dann handeln!

 

Wie ein Baum stehen
Aber auch andere Elemente aus dem Naturreich kommen zur Anwendung. Bei Kindern, die nicht zur Ruhe kommen, kann z.B. die Übung „Wie ein Baum stehen” helfen. Die Kinder stehen dabei mit den Beinen schulterbreit auseinander, die Knie sind leicht angewinkelt. Beides dient einem besonders festen und stabilen Stand.
Sie stellen sich vor, dass sich ihre Wurzeln im Boden ausbreiten, dass sie dadurch Kraft für das Wachstum des Baumes sammeln. Der Stamm wächst, die Blätter entfalten sich zur Sonne hin, die Blüten öffnen sich. Meist müssen die Kinder dabei gar nicht zu bestimmten Bewegungen animiert werden, sie finden sie bei den Erzählungen ganz von alleine. Oder sie werden aufgefordert die Arme wie Äste und die Finger wie Blätter in die Höhe wachsen zu lassen.

 

Die Müdigkeit wegschieben
(aus: Zuzana Šebková-Thaller, Der Maulwurf kommt ans Tageslicht)
Diese Übung ist ein “Klassiker”. Sie stammt aus dem Zyklus “Die zehn Meditationen auf dem Berg Wudang”, wo sie “Das Innere Feuer leiten” heißt.
Sie richtet auf und zentriert, und mit ihrer klaren Rhythmik weckt sie das Gefühl für Ordnung. Durch die Dehnung der kurzen Meridiane wird man wach. Die Übung hat eine starke allgemein harmonisierende Wirkung. Sie kann sowohl stehend wie sitzend geübt werden.
Bewegung: Hände in die Gebetshaltung: Hände vorm Gesicht falten. Von der Gebetshaltung die Hände flach nach vorne schieben.

 

 

Pushing hands

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